Rezension: Alle für Ella

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Fakten

Alle für Ella / Carola Wimmer

cbt Verlag / 224 Seiten

Taschenbuch / 10,00 € / Einzelband


Klappentext

Ella hat einen großen Traum: mit ihrer Band VIRGINIA WOOLFPACK nach dem Abi richtig durchstarten. Das Woolfpack – das sind Ella und ihre besten Freundinnen Anaïs, Romy und Cahide. Gemeinsam Songs schreiben und irgendwann auf Tour gehen – kann es etwas Schöneres geben?

Der Song Contest eines Radiosenders wäre DIE Chance, groß rauszukommen. Doch schnell wird Ella klar, dass ihre Freundinnen ganz andere Pläne haben. Der Einzige, der wirklich an Ella glaubt, ist ausgerechnet der Rapper ALFAMK – Obermacho und Rich Kid mit eigenem Tonstudio. Aber mit ihm gemeinsame Sache zu machen, bedeutet Verrat an der Band ...


Meine Meinung

Ich glaube, ich habe bisher noch nie ein Buch zum Film gelesen. Also wenn zuerst der Film existiert und dann das Buch dazu geschrieben wird. Und ich hoffe wirklich sehr, dass nicht alle Bücher zum Film so sind wie dieses. Denn obwohl mir die Story und die Richtung, in die sie geht, sehr gut gefallen hat, hat es in meinen Augen an der Umsetzung gefehlt. Ella und ihre Freundinnen stehen kurz vor dem Abitur, doch was die Mädchen wirklich beschäftigt, ist die Musik. Ihnen bietet sich eine einzigartige Chance, mit ihrer Band durchzustarten, doch ein süßer Junge droht ihnen einen Strich durch die Rechnung zu machen. So weit, so gut. Ich habe ganz viel Freude erwartet, habe mit einem gebrochenen Herzen, Verrat und Schmerz gerechnet und all das Drama war eigentlich auch da. Aber das Potential wurde nicht voll ausgeschöpft. Mich hat über die Seiten hinweg keine einzige Figur richtig erreichen können. Es fehlte an Gefühl. Weder hat mich die Lovestory noch das Ende des Buches wirklich berühren können. Und das tut meinem Leserherz so unendlich weh. Denn die Aussagen, die für mich hinter dem Buch stecken - "Kämpfe für deine Träume. & Freundschaft über alles." - kamen nicht bei mir an. Jedes Kapitel wirkte viel zu kurz und knapp. Umschreibungen waren viel zu kurz gehalten, als dass ich mich in sie hätte hineinversetzen können. Alles geschah so abrupt, dass ich nicht wirklich mitkommen konnte. Es fehlte mir an den "Ausschmückungen", die Schmerz zu Schmerz, Freude zu Freude oder einen Kuss zu einem Kuss machen. Nichts davon habe ich "gespürt". Und das ist wirklich schade.
Der Schreibstil der Autorin hat es mir ermöglicht, flüssig durch die Seiten zu fliegen. Leider waren Situationen, wie bereits angesprochen, viel zu wenig umschrieben, um wirklich Gefühl zu transportieren.


Fazit

Alle für Ella ist ein Feel-Good Roman, in dem Potential steckt, das in meinen Augen jedoch nicht genutzt wurde. Mir war es nicht möglich, mich in Figuren oder Gefühle hineinzusetzen.


Bewertung

2,5/5 Sternen


Vielen Dank für das Rezensionsexemplar!

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